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Goldgelb leuchtend und aromatisch duftend – eine fast vergessene Frucht

von | 13/10/2017 | Rund um Bio | 0 Kommentare

Kennst du die Schweizer Obstsorte des Jahres 2017? Wir haben ein paar tolle Fakten über die selten gewordene Frucht zusammengetragen.

Optisch erinnert sie sowohl an einen Apfel als auch eine Birne, hat jedoch ihren ganz eigenen aromatischen Geschmack. Am meisten trifft man diese Frucht wohl noch zum Zmorge als Gelée auf einem Stück Brot an. Weisst du schon, von welcher Frucht dieser Beitrag handelt?


 

Na, hast du’s erraten? Genau, es ist die Quitte. Wir finden diese mittlerweile seltene Frucht verdient ein paar Zeilen und als Schweizer Obstsorte des Jahres 2017 erst recht. Sie sieht Apfel und Birne sehr ähnlich und ist mit diesen auch eng verwandt. Der fruchtige Duft und die goldgelbe Farbe einer reifen Quitte sind betörend, aber bloss nicht einfach reinbeissen! Die bei uns wachsenden Quitten sind knüppelhart und können deshalb nicht roh gegessen werden.

Quittenvielfalt
Wie bei Äpfeln und Birnen gibt es auch bei der Quitte zahlreiche Sorten, die werden üblicherweise jedoch nicht genannt, man spricht einfach von der Quitte. Das ist eigentlich schade, denn die Früchte tragen so spannende Sortennamen wie „Triumph“, „Toronto“, „Konstantinopler“ oder „Champion“.  Wäre doch schön herauszufinden, ob „Triumph“ im Vergleich auch triumphiert oder ob die Sorte „Champion“ halt einfach der Champion ist. Übrigens sind nicht alle Sorten so hart, es gibt auch weichere Quitten, die sind geschmacklich etwas weniger intensiv und wachsen in südlicheren Gegenden.

Liebe, Glück und Fruchtbarkeit
In der griechischen Mythologie steht die Quitte als Symbol für Liebe, Glück und Fruchtbarkeit und bei den Römern wurde sie gerne auf Hochzeiten gereicht. Zudem sollen römische Männer versucht haben, die Frauen mit den duftenden Früchten zu betören. Diese Symbolik erscheint sogar in einem alten deutschen Sprichwort noch: «Quitten für die Hochzeitsleut, schafft Lieb und Lust und Kinderfreud!»

„Das grösste Anbaugebiet für Quitten liegt heute in der Türkei.“

Langer Tradition droht ein Ende
Die Quitte stammt vermutlich aus Kleinasien und bei den Alten Griechen wurde bereits „Quittenhonig“ hergestellt. Die Römer nannten die Quitte treffend „malum cotoneum“, also wolliger Apfel, denn die Frucht ist von einem pelzigen Flaum umgeben. In die Schweiz kam die Quitte dank der Römer, diese brachten die Frucht auf die Alpennordseite. Lange Zeit war die Quitte wichtig für den Schweizer Feldobstbau und während 1951 noch 113’000 Quittenbäume gezählt wurden, waren es 1991 nur noch etwa 50’000. Dies aufgrund der Bakterienkrankheit Feuerbrand, für welche die Quitte sehr anfällig ist. Die Quitte geriet in Verruf als Infektionsherd für  Apfel- und Birnenbäume und der professionelle Anbau brach ein. Mittlerweile gibt es aber wieder etwas Hoffnung für den Quittenanbau in der Schweiz, denn der Umgang mit dem Feuerbrand wurde angepasst und die Quitten-Nachfrage zeigt leicht nach oben.

Die Quitte in der Küche
Vom pelzigen Flaum befreit und gegart, gekocht oder gebacken wird die Quitte zur Delikatesse. In Schweizer Küchen werden Quitten meist zu Konfitüren, Gelées, Mus oder Schnaps verarbeitet. Vor allem in der Vorweihnachtszeit ergattert man mit etwas Glück auch Quittenpästli – verführerisch fruchtig zum Naschen. Oder noch besser, man macht sie einfach selber. Quitten eignen sich jedoch genauso für verschiedene Desserts und in der arabischen Küche werden sie traditionell in Kombination mit Lammfleisch genossen.

Quellen:
https://www.wildeisen.ch/zutaten/quitten
https://www.5amtag.ch/wissen/fruchte/quitte/
https://fructus.ch/wp-content/uploads/2017/05/Flyer-Quitte-D.pdf
https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/-quitte-ist-obstsorte-des-jahres-2017-35168.html
http://www.avogel.ch/de/pflanzenlexikon/quitten.php
http://www.gartenjournal.net/quittensorten

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