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Chräbeli und Mailänderli und Zimtstärne und Brunsli – Mmh Wiehnachtsguetzli

von | 13/12/2017 | Rund um Bio | 0 Kommentare

Für Gross und Klein alle Jahre wieder ein freudiger Gaumenschmaus: Weihnachtsguetzli. Welche Sorte ist dein Favorit?

Selber „guetzle“ gehört für viele einfach zur Adventszeit dazu und die selbstgebackenen Weihnachtsguetzli schmecken natürlich auch am besten. Doch weisst du auch, in welcher Stadt Chräbeli nicht nur in die Weihnachtszeit gehören?


 

Abwechslungsreiche Gaumen- und Seelenfreude
Das beliebteste Guetzli in der Schweiz ist das Mailänderli, es wird am meisten gegessen. Mailänderli sind aber nicht nur in der Deutschschweiz beliebt sondern in der ganzen Schweiz. Die buttrigen Guetzli mit einem Hauch von Zitrone schmecken halt auch einfach lecker zum Kaffee oder Tee. Ein anderes Guetzli kann man „im Grossformat“ fast in jeder Bäckerei das ganze Jahr über kaufen – zu Weihnachten aber findet man es in mundgerechter Grösse. In Österreich ist es als Linzer Auge bekannt und entzückt auch dort Gross und Klein. Na, von welchem Guetzli sprechen wir? Klar, vom Spitzbueb oder besser den kleinen Spitzbuben. Es wird angenommen, dass die Spitzbuben erst im 20. Jahrhundert erfunden wurden, denn im Schweizerdeutschen Wörterbuch, dem Idiotikon, gab es 1905 nur den menschlichen Spitzbuben und das älteste gefundene Rezept stammt aus dem Jahre 1929.

Wusstest du, dass man den grossen Spitzbuben auch Ochsenauge nennt?

Ein bestimmtes Guetzli wird insbesondere mit Basel in Verbindung gebracht: das Brunsli. So gibt es ein Brunslirezept von 1750, das in der Publikation „Das süsse Basel“ veröffentlicht ist. Anscheinend gibt es jedoch so einige Uneinigkeiten, wenn es um das „richtige Brunsli“ gibt. Zum Beispiel, welche Schokolade wird verwendet? In der „Guetzlibüchs“ darf an Weihnachten natürlich auch der Zimtstern nicht fehlen. Dieser ist nicht nur in der Schweiz sondern auch in Österreich und Deutschland ein typisches Weihnachtsguetzli. Erste Rezepte dazu finden sich in der Schweiz ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, während sie in anderen Ländern noch ältere Rezepte finden.

Besondere Traditionen
Im Appenzell darf an Weihnachten ein anderes Gebäck nicht fehlen: das Filebrot. Zwar ist es kein Guetzli sondern eher eine Art Zopf. Wir finden eine solch schöne und aufwändige Weihnachtsbacktradition muss erwähnt werden. Tradition hat auch das Chräbeli in der Weihnachtszeit. Doch in Baden könnt ihr das ganze Jahr über Chräbeli geniessen – schon über ein Jahrhundert sind die Badener Chräbeli eine Spezialität der Stadt.

Andere Länder andere Weihnachtsguetzli
Was für uns so selbstverständliche Weihnachtsguetzli sind, kennt man in anderen Ländern vielleicht noch unter einem anderen Namen, doch die meisten haben ihre ganz eigenen typischen Weihnachtsgebäcke. So sind in Deutschland die Spekulatius beliebte „Weihnachsplätzchen“, auch wenn die in den Nachbarsländern Belgien und den Niederlanden das ganze Jahr über für süsse Momente sorgen. Auch die Italiener essen nicht nur Panettone sondern kennen je nach Region unterschiedliche Weihnachtsguetzli wie Cantucci oder Biscotti di Mandorle. In Gross Britannien gehören in der Weihnachtszeit Ginger Cookies (also Ingwer-Guetzli) und Plum Pudding, auch bekannt als Christmas Pudding, einfach dazu.

Ab in die Küche und rein in die Weihnachts-Kleckerei
So eine Guetzlibüchs voll mit Weihnachtsguetzli in allen Sorten und Formen ist einfach etwas Wunderbares für die Augen, für den Gaumen und für die Seele – erst recht, wenn sie selbstgebacken sind. Wer jeweils selbst „guetzlet“, der weiss  aber auch, dass dazu eine Portion Geduld gehört, denn in der Küche kann es dann doch mal etwas chaotischer werden. Diese Kleckerei ist die anschliessende Aufräum-Mühe aber wert, schliesslich wird man mit frisch gebackenen, noch leicht warmen Weihnachtsguetzli aus dem Ofen belohnt. Also ab in die Küche und rein in die Weihnachts-Kleckerei!

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